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  • AutorenbildJulia Franziska Keser

ERSTE AUSSTELLUNG IN PARIS. CHECK √



Paris ist, seit ich das erste Mal dort war, definitiv eine meiner liebsten Städte.


Meine erste Reise nach Paris machte ich damals mit meiner Schulkasse in der HTL, wir haben im Zuge einer Kunst und Kulturreise fast zwei Wochen in Paris verbracht. Wie das so ist, haben wir unglaublich vieles erkundet, alle klassischen Sehenswürdigkeiten, sämtliche Museen und öffentliche Plätze.


Es war wunderschön, dennoch war es ein etwas wilder Aufenthalt, ich hatte zu dieser Zeit eine Gürtelrose Erkrankung, das war sehr unangenehm und schmerzhaft, wir haben in einem schrecklichen Etap Hotel genächtigt, sind knapp einem Bombenanschlag in einer Metro Station, sowie einer Bombendrohung am Eiffelturm entgangen und trotzdem habe ich die Zeit dort geliebt und mich ein bisschen in diese Stadt verschaut, wie man so schön sagt.


Montmartre und Marais, das Künstler- und Modeviertel haben es mir damals wie heute angetan, das Flair, die Leute, die kleinen Cafés, Galerien und die besonderen Geschäfte, an denen kann ich mich nicht satt sehen. Alles hat Charme und ist keineswegs perfekt, aber so besonders.


Umso mehr bedeutet es mir, dass ein paar meiner Kunstwerke nun ca. 15 Jahre später in einem meiner liebten Viertel in einer meiner liebsten Städte ausgestellt werden. Erste Ausstellung in Paris. Check. √


Die Vernissage fand am Freitag, dem 8.3.2024 in der 239 Rue Saint Martin statt und es war wundervoll. Viele Kunstinteressierte aus Frankreich, Italien und ein paar anderen Ländern waren vor Ort. Die Pop-up Galerie BAODT bespielte eine Fläche von ca. 150qm mit den unterschiedlichsten Werken ihrer talentiertesten Künstler:innen und mitten drinnen ein paar meiner Skulpturen.





Für mich sind Gruppenausstellungen etwas Großartiges. Man muss sich vorstellen, dass es als Besucher:in so einer Gruppenausstellung sehr spannend sein kann, denn man hat die Möglichkeit sich auf verschiedenste Formen und Stile der Kunst einzulassen. Das mag ich sehr.


Meine Granada Skulpturen versprühen dort bis zum 17.03.2024 ihre positive Energie. Für alle jene, die sich fragen, was es mit diesen Granadas auf sich hat, hier eine kurze Zusammenfassung.


Ich habe 2016 mit dem #granadaprojct begonnen, anfangs waren es Skizzen und filigrane Zeichnungen. Im Laufe der Zeit habe ich das Projekt weiterentwickelt und versuche es auch stets voranzutreiben. Dazu kamen die handgemachten Skulpturen aus Gips, Ton und Kunstharz. Der Entstehungsprozess ist sehr langwierig, zuerst werden die Skulpturen gegossen, danach gefeilt und geschliffen, einige Tage in Öl eingelegt, gereinigt, wieder gefeilt und geschliffen, bis sie 3-5 mal lackiert werden. Präsentiert werden die Granadas auf einem kleinen speziell angefertigten Holz Sockel, dieser wird Weiß lackiert und dementsprechend beschriftet. Am Ende des Prozesses kommt eine spezielle Plexiglaskuppel, eine Box über das Kunstwerk und natürlich liegt auch jeder einzelnen Skulptur ein nummeriertes und signiertes Zertifikat bei.


Die Idee hinter meinem geliebten Granada Projekt war es ein prägnantes Motiv zu wählen und durch liebliche Muster sowie Farben aufzubrechen. Jede:r einzelne von uns hat es selbst in der Hand, im übertragenen Sinne den Splint zu ziehen, oder nicht. Jede:r einzelne von uns kann mit negativer oder positiver Energie und den eigenen Handlungen viel bewirken und anrichten, und das in alltäglichen Situationen. Gewalt ist nicht immer sichtbar. Genau darauf möchte ich aufmerksam machen und somit das Bewusstsein schärfen.


Nun hat es meine Message bis nach Frankreich geschafft, ich bin gespannt, wo meine Granadas noch überall so hinkommen.


Paris war auf jeden Fall wundervoll und ich bin stolz ein Teil dieser Ausstellung sein zu dürfen. Als Künstlerin arbeitet man oft einfach alleine vor sich hin, entwickelt Ideen, setzt diese um und dieses Gefühl, wenn deine Kunstwerke ausgestellt und sichtbar werden, ist etwas sehr Besonderes. Das ist auch der Grund warum ich tatsächlich vor jeder meiner Ausstellung immer ein bisschen nervös, oder aufgeregt bin. Ich hoffe, das ändert sich nie.


My heart is full und Kreativität schläft nicht, also geht es jetzt wieder an die Arbeit.


Ps.: Hier habe ich noch ein paar Eindrücke aus Paris für euch.




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